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zu begreifen iſt, wenn man bedenkt, daß die höch⸗ ſten Würden und Stellen des Königreichs an Fran⸗ zoſen vertheilt worden waren, und zwar ganz im Widerſpruche mit den weiſen Rathſchlägen, welche Ludwig XIV. eigenhändig für ſeinen Enkel nieder⸗ geſchrieben und dieſem in dem Augenblick übergeben hatte, in welchem er Beſitz von der Erbſchaft König Karl II. nahm.
Die Erſten, welche bei dem Aufruhr antworteten, waren: der Graf von Palma, deſſen Gattin wie man ſagte, ein Wunder der Schönheit war; Don Mau⸗ riquez von Lara, Graf von Aguilar, Er⸗ commandant der ſpaniſchen Leibwache des Königs, derſelbe, welcher durch die Fürſtin Orſini verbannt worden war, weil er es verſucht hatte, dem König eine Geliebte geben zu wollen; der Herzog von Albuquer⸗ que, Enkel des Camerera⸗Major der Königin Luiſe von Orleans; der Herzog von Medina⸗Sidv⸗ nia, Senior des Hauſes Gusman, Sohn des Groß⸗ Stallmeiſters gleichen Namens, der es, nach dem ächt ſpaniſchen Ausdrucke des Herzogs von Säint⸗Si⸗ mon, vorgezogen, ſeine alte Halskrauſe zu tragen, ſtatt
ſeinen Haß unter dem Deckmantel neuer Moden zu bergen.


