Teil eines Werkes 
1. Band (1849)
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8 ſchon oft die Feierlichkeit erwähnen hören, welche die Spanier ſelbſt bis in ihren unbedeutendſten Hand⸗ lungen an den Tag legten; aber ich dachte nicht, daß ſich dies bis auf Stelldichein ausdehnte, welche ihre Weiber oder Töchter ihren Geliebten zuſagten. Zum Henker! ich bin begierig, ob das ſo bis zum Ende fortgeht.“ In dieſem Augenblick öffnete ſich die Thüre und ein verſchleiertes Weſen trat in den Saal. Es war Donna Ines.

„Ihr wünſchtet mich zu ſprechen!“— ſagte ſie— „hier bin ich. Was wollt Ihr von..... 2

Aber kaum hatte ſie dieſe wenigen Worte geſpro⸗ chen, als ſie einen Schrei der Ueberraſchung ausſtieß, und ſich mit convulſiviſcher Haſt umdrehend, nach der Thüre eilte.

„Oh! Ihr werdet mich doch nicht ſo verlaſſen wollen!“— rief Gonbreville, ihr nacheilend, und ſie an der Hand faſſend, die er dann zärtlich an ſeine Lippen drückte.„Ich bin enblich ſo glücklich, zu Euch zu gelangen, nun werdet Ihr mich aber auch erhören!“ 5

„Unglücklicher!“— entgegnete Donna Ines am ganzen Leibe zitternd,—„wer! hat Euch ſo kühn gemacht, bis hieher vorzudringen?.... Wißt Ihr denn,

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