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wirklich, von Ehrgeiz und Herrſchſucht erfüllt, dem Rufe des römiſchen Hofes zu folgen.
Jemehr ſich das Heer der Ungarn dem unglücklichen Lande näherte, deſto gewaltſamer zerriſſen es die inneren Spaltungen, welche Johanna ſelbſt, ohne es zu ahnen, durch die Auſſtellung zweier Thronfolger und zweier Päpſte hervorgerufen. Aber wie klug auch die Königin den feindlichen Mächten Gegengewichte geſchaffen, eines hatte ſie überſehen, daß nämlich Ludwig von Anjou und Clemens VII. Ausländer, dagegen Carl von Du⸗ razzo und Papſt Urban VI, Kinder des Landes ſeien.
Als es daher ſo weit kam, daß ſich das Land defi⸗ nitiv für eine oder die andere Parthei entſcheiden mußte, gewahrte Johanna zu ihrem Schrecken, daß bei weitem der größere Theil ihrer Unterthanen ſich auf die Seite ihrer Feinde neigten. Ja als die ungarn zum dritten⸗ male in Neapel einfielen, ſah ſich die arme Königin von allen Seiten ſo verlaſſen, daß ſie ſich in das neue Caſtell der Hauptſtadt flüchten mußte.
Hier konnte ſie ſich wenigſtens lange halten und die Hülfe abwarten, die ihr Frankreich und Otto zuführen würden. Letzterer war dem Feinde zwar muthvoll ent⸗ gegen gegangen, vermochte aber mit ſeinem kleinen


