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ſanften Töne der Muſik zu dem Jauchzen infernaliſcher Chöre. Vor ſein Ange trat der ermordete Andreas mit entſtellten Zügen und zerſchmettertem Haupte; ihm folgten, drohend, die armen Opfer die unter ſcheußlichen Qualen Durazzo der Gerechtigkeit geopfert um ſelbſt ihr zu entgehen. Er dachte mit Schauder, daß alle Theil⸗ haber gefallen, Johanna geflüchtet— und er allein noch der Rache Gottes übrig ſei.
Nur mit der entſetzlichſten Mühe gelang es ihm, die Bewegung ſeines Innern hinter freundlichen Mienen zu bergen, um ſich nicht ſelbſt dem Argwohn König Lud⸗ wig's Preis zu geben. Da aber dieſer nicht das Ge⸗ ringſte von feindſeligen Geſinnungen merken ließ, ſondern im Gegentheile den Herzog mit Freundſchaft überhäufte, ward Durazzo endlich wieder ganz ſicher; ja er ſpot⸗ tete heimlich über ſeine momentane Schwäche und freute ſich, daß ihm ſeine Pläne ſo weit alle gelungen.
Erſt ſpät in der Nacht erhob ſich der König, um ſich zur Ruhe zu begeben. Zwei Kämmerer mit ſilbernen Leuchten und zwei Stallmeiſter traten zu ſeiner Beglei⸗ tung vor; Ludwig aber erſuchte freundlich noch den Herzog, ihm ſeine Geſellſchaft bis zum Schlafgemache zu gewähren. Cart folgte ohne Argwohn; aber wie der


