Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1849)
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des Volkes herabzuſetzen und als die erſte Urſache des an Andreas verübten Mordes auszuſchreien, wandte ſich Letzteres endlich mit Abſcheu von der unſchuldig Ver⸗ läumdeten ab und Johanna ſah ſich im Augenblick der größten Gefahr von dem Volke verlaſſen, für deſſen Wohl ſie ſchon ſo viel gethan, für deſſen Glück ſie ſich aufzu⸗ opfern im Stande fühlte. Mit bangen Sorgen blickte ſie daher in die nächſte Zukunft, ſinnend wie ſie den Sturm beſchwören möge, der von allen Seiten finſter und dro⸗ hend gegen ſie heranzog.

Aber die Stunde der höchſten Gefahr iſt der Augen⸗ blick der Prüfung wahrer Geiſtesgröße. Wenn der Schwa⸗ che, an ſich und Allem verzweifelnd, nirgends mehr einen Ausweg findet, überblickt der Kräftige ruhig die gefähr⸗ liche Lage der Dinge, berechnet mit ſcharfem und ſchnel⸗ lem Blick alle möglichen Folgen, wählt— und tritt dann entſchieden auf.

Die junge Königin Neapels that alſo. Sie konnte fich nicht verhehlen, daß es ihr, trotz dem Heere ihres Gatten,— welches ohnedem zum größeren Theile aus zuſammengerafften Abenteurern beſtand— unmöglich ſei, der Macht eines viel größeren Königreiches zu wider⸗

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