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benswürdigkeit, einen immer heiteren Sinn und nament⸗ lich durch ihren höchſt kühnen und entſchloſſenen Cha⸗ rakter aus. Schönheit iſt ein Feſtkleid, welches Allah ſeinen Begünſtigten ſchenkt; aber wie herrlich das Ge⸗ wand auch ſei, es altert, und das Auge des Bewunderers ermüdet an ſeiner zerfallenden Pracht. Die Perlen aber, die in dasſelbe gewoben ſind, verlieren ihren Werth nie. Schah Schudſcha fand in dem Umgange mit Veguma mehr, als in den Armen aller ſeiner übrigen Weiber, und wandte ihr daher alle ſeine Liebe zu. Allah ſegnete die Liebliche auch, und Beguma ward Eure Mutter. Schah Schudſchah war glücklich wie im Paradieſe.“
„Wo aber wäre Vollkommenheit auf dieſer Welt?— Welch' Glücklicher hätte keine Neider?— Auch der Be⸗ herrſcher Kabul's hatte einen ſolchen— und zwar in ſeinem Bruder Mahmud.“
„Mahmud wußte ſich heimlich durch Verſprechungen aller Art eine große Parthei zu ſchaffen, an deren Spitze ein Mann von ungewöhnlichem Kriegsruhme und Geiſte ſtand. Es war Futteh Khan, welchen einſt Schah Schudſcha unkluger Weiſe beleidigt hatte. Aber das Flügelſtreifen eines Eisvogels gebärt oft die welter⸗ ſchütternden Lawinen des Himalaja. Mahmud und


