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die Schöne ihm in wenig Worten ihre Geſchichte an⸗ deutete.“
„Der Zauberer, ſprach ſie, dem dieſe Wunderhöhle zum Aufenthalt diente, war ein finſterer, bösartiger Geiſt. Alle die Mädchen, die Du eben geſehen, raubte er nach und nach, und bildete ſich aus denſelben einen Harem. Aber ſeine Liebe war flatterhaft und barg nur ſchlecht ſeine Vosheit. Sobald er eine ſeiner Geliebten über⸗ drüſſig wurde, wandelte er ſie ſchadenfroh in den Vogel,
deſſen Eigenthümlichkeiten den ihren entſprachen, ſetzte die armen Weſen in jenen Käfig und ergötzte ſich dann oft Tage lang an den Qualen der Verwandelten. Auch in meine Nähe führte das unglück den böſen Geiſt. Meine Stimme feſſelte ſeine Seele, und dem Mächtigen ward es ein Leichtes, mich den Meinigen zu entführen.“
„Als er mich hieher geflüchtet und mit einer namen⸗ loſen Pracht umgeben hatte, glaubte er mein Herz ge⸗ fangen. Da aber meine Mutter von Jugend auf die Lehren des Propheten mir eingeprägt, da ich dem ſchänd⸗ lichen Räuber nicht vergeſſen konnte, daß er mich von dem Herzen meiner Mutter geriſſen; ſo haßte ich ihn mit allen Seelenkräften und ſtieß ihn beharrlich von mir zu⸗ rück. Lange kämpfte ſeine Liebe gegen ſeinen beleidigten


