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Nach einer kleinen Viertelſtunde trat Marie mit verweinten Augen wieder ein als ſie ihr Kind nicht erblickte, rief ſie beſorgt ſeinen Namen. Thaddäus eilte ſogleich herbei.
„Mutter! Mutter!—“ ſchrie er faſt athem⸗ los— und tanzte dabei durch die Stube— ich weiß Etwas was Dich freut— ich weiß Etwas was Dich freut!“
„Nun?“ frug dieſe gelaſſen.
Der Knabe ſprang heran, ſchmiegte ſich an die ſchöne, junge Frau und ſagte halblaut, aber mit freudeglänzenden Blicken:
„Der Vater lebt und kommt bald wieder.“
Mariens Stirne verfinſterte ſich.
„Scherze darüber nicht!“ ſagte ſie in weh⸗ müthigem Ernſte—„ſonſt kränkſt Du mich.“
„Ich ſcherze nicht Mutter!“ rief der Knabe jubelnd—„er hat mir's ja geſagt!“
„Wer hat Dir's geſagt?“ frug Marie
„Der Mann der vor der Thüre ſitzt. Er ſagt, er ſei auch gefangen geweſen, aber wieder frei— und ich ſolle Dir ſagen— damit Du nicht zu ſehr erſchreckteſt: Der Vater lebe und komme bald wieder!“


