nicht ausgeblieben; denn der lange Abend, das dichte Schneegeſtöber und der kalte, ſchneidende Wind, der draußen pfiff, erweckten in einem Jeden den Drang nach einem behäglichen Zu⸗ ſammenſein und einer wohlthuenden Geſelligkeit
Außer dieſer Geſellſchaft, die in der geräu⸗ migen, aber niederen Wirthsſtube verſammelt war, und ſich arbeitend, ſingend, ſchwätzend und trinkend die Zeit verkürzte, befand ſich in ihr— eine wahre Seltenheit— auch ein fremder Gaſt. Es war, wie es ſchien, ein junger Mann Ge⸗ nau konnte ihn Niemand erkennen; indem ein faltenreicher Mantel und eine, mit dickem Pelz verbrämte polniſche Mütze Figur und Geſicht faſt gänzlich verbargen. Auch ſchien er ſich ge⸗ fliſſentlich den entfernteſten und dunkelſten Winkel der Stube ausgewählt zu haben, wo er denn allerdings des Mantels nicht entbehren konnte, da die flackernde Flamme des Kamins nur wenig Wärme bis zu jener Ecke ſandte. Der erſte Eindruck, welchen dieſer Gaſt auf die Geſellſchaft gemacht, war ein ungünſtiger, da ſein düſteres und geheimnißvolles Weſen um ſo ſtörender auf


