ſeufzte; dasjenige nach welchem ſich alle Menſchen ſehnen— äußere und innere Ruhe.“
„Ihr haltet alſo Ruhe für das hůchſte Glück?“ frug der Jüngling erſtaunt, indem er ſeinen Kinnbacken nicht die geringſte Ruhe gewährte.
„Allerdings.“
„Sonderbar. Ich muß Euch geſtehen, Lands⸗ mann: Ruhe iſt meine Sache nicht. Je toller das Leben um mich braust, je mehr Arbeit ich habe, deſto lieber iſt es mir.“
„Du haſt mich mißverſtanden. Unter Ruhe verſtehe ich keineswegs jene, von ſo vielen Men⸗ ſchen vergötterte, Trägheit, ſondern Friede— Friede nach außen und Frieden der Seele, die beide gerade die Kinder unausgeſetzter Thätigkeit ſind. Gewiß auch Du, mein lieber Bruder, haſt oft ſchon in Deinem Innern jenen Drang,
5 jene Sehnſucht nach einem glückſeligen, ruhigen,
befriedigten Zuſtande gefühlt— einem Zuſtande nach welchem ſich jedes Menſchenherz— nur mehr oder weniger, nur klarer oder unklarer— ſehnt. Dieſen glücklichen Zuſtand nun zu er⸗


