Teil eines Werkes 
2. Theil (1848)
Entstehung
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eine Patrone beſitze. Langſam, den wehmüthigen Blick nach der fetten Ente gerichtet, nahm er das Rohr herab, indem Hunger und Vorſicht in ſeinem Innern ihre Gründe für und wider den Schuß geltend zu machen ſuchten. Wohl ſah er ein, wie gewagt es ſei, ſich von dieſem kleinen Reſt der Munition zu entblößen, und in welche gefährliche Lage ihn dieſe Unvorſichtigkeit, bei einem etwaigen Angriffe von wilden Menſchen oder reißenden Thieren, ſetzen könne dagegen ſtemmte ſich aber ein nagender Hunger, und das Gefühl der allmählig ſchwindenden Kräfte. Was hätte alsdann dem Ermatteten bei einem Kampfe ein Schuß mehr genutzt? und durfte er überdieß nicht hoffen, auf dem nun einmal gefundenen Pfade, bald civiliſirte Menſchen zu treffen? Er blickte noch einmal um ſich, als wolle er ſich überzeugen, daß ihm im Augenblicke keine Gefahr drohe; faßte dann wieder die Ente ins Auge, die eben mit der größten Behaglichkeit einen feisten Froſch verſchlang, den ſie hinunter

zu würgen bemüht war, deſſen eines Bein aber

zu ihrem Aerger noch dem Schnabel heraushing,