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Der Laird ſteiget nieder, wo ſüß und gut An ſeiner Liebſten Seit, Der flüchtige König ſchlummernd ruht, Von jeder Furcht befreit. Er wieget, entſchlafen in Lieb und Luſt, Sein fürſtliches Haupt an der Schönen Bruſt. Tief ſenkt er den Dolch in des Gaſtes Herz, Daß hoch der Blutſtrom ſpringt, Und lautlos unter Todesſchmerz Der König niederſinkt. Doch ſchreiet das Blut auf dem Boden roth um Rache! um Rache! für Königs Tod.
Und ſieh, mit dem ſchönſten der Weiber lebt Der edle Laird fortan. Aus Luſt und aus Liebe ſich fröhlich webt Nun ſeines Lebens Bahn. Nicht denkt er in wildem Uebermuth An heimlich vergoſſenes Königsblut.
Und als nun im Ranſche der Freude ein Jahr Seit jenem Königsmord Verſchwunden, da koſ'te das liebende Paar Einſt an demſelben Ort. Nicht achten, in ſtürmiſcher Liebesgluth, Die Beiden am Boden das Königsblut.
Und wie ſie ſo ruhen nun Mund auf Mund Von wilder Luſt gefacht; Da öffnet ſich plätzlich ein Höllenſchlund


