4
Hamburger-Berg lehnt ſich an das ſchweſterliche Altona und zeigt den erſtaunten Blicken eine un⸗ abſehbare Häuſermaſſe.
Jetzt freilich war von allem dieſem nichts mehr zu ſehen; denn die Nacht war bereits angebrochen und tauchte die Stadt in Nebel, Dampf und Finſter⸗ niß. Demohngeachtet wimmelte es hier, ſo wie auf dem„Jungfernſtiege,“ von einer unzähligen Menge Spaziergänger. Wie wohlthätig ſäuſelten aber auch die friſchen Lüfte nach einem gewitterſchwülen Tage; wie erquickend war die Ruhe, die hier herrſchte, gegen das Gewirre, das Handelsgewühle der Stadt. Nur leiſe ſchallte noch immer das Getümmel, wie das Toſen eines fernen Meeres, herüber; aber ſeine Wellen legten ſich mehr und mehr und wurden endlich zu einem dumpfen Summen.
Der Boulevard und die angrenzenden Straßen, die Gaſt⸗ und Privathäuſer und vor Allem die Alſter⸗ Pavillons, erglänzten von Lichtern und Laternen, die ſich, wie die unzähligen Sterne des Himmels, in den ruhigen Fluten freundlich ſpiegelten.
Aber un er all dem Glanze hin bewegte ſich eine bunte Welt. Koſend, lachend und ſcherzend ſchoben ſich die Maſſen hin und her, auf und ab. Es war ein reges Volksleben. Der bedächtige Kaufmann mit


