zu paß, und rettet mich aus der Verlegenheit, wort⸗ brüchig zu erſcheinen, denn— offen geſagt— meine Nichte mag Ihren Herrn Sohn auch nicht.“
„Für was war denn die Einladung?“ brummte finſter der alte Hartmann—„ich dächte, wir wären doch zu alt, um noch Komödie zu ſpielen.“
„Nun“— ſagte Kehrenſohn begütigend—„ich wollte wenigſtens nichts unverſucht laſſen. Kein or⸗ dentlicher Kaufmann kauft eine Katz im Sack, die jungen Leute müſſen ſich doch erſt einmal ſehen.“
„Wenn reelle Männer wie wir mit einander handeln“— verſetzte Hartmanns Vater ärgerlich— „können ſich die jungen Leute auf unſer Wort ver⸗
laſſen.“ „Am Beſten iſt immer die Waare erſt ſehen“— rief der Havanneſe—„dann gibt's nachher keine
Chikanen!“ und mit dieſen Worten ging er nach einer Seitenthüre, öfnete ſie und rief:„Nichtchen!“ Alle Augen ſtarrten geſpannt nach der Pforte, auch die des Herrn Zacharias, denn er war begierig auf die Dame, die ihn ſo mir nichts dir nichts aus⸗ geſchlagen. Da trat ein ſchönes, blaſſes Mädchen mit etwas


