während er auf der anderen Seite eine immer klarere Anſchauung von dem Standpunkte bekam, zu welchem ſich der wahre Kaufmann erheben müſſe. Und wies ihn die Geſchichte Venedigs und Genuas nicht darauf hin?— Er las viel in den neueren Werken über Handel: in Liſt, Oſiander und Smith's„Ueber Nationalreich⸗ thum“, um ſich noch die Ausbildung zu geben, die er bisher über leichtfinnige Streiche und Lumpereien vergeſſen. Man ſieht, die Krankheit und die Erfah⸗ rungen der Reiſe hatten Epoche in ſeinem Leben gemacht. Alles zeigte ſich ihm ernſter, gehaltvoller und bedeutender, und ſein Lieblingsgedanke war nun: ſeinem Vater eine tüchtige Stütze im Geſchäft, und ſeiner Clariſſe ein treuer und liebevoller Gatte zu werden.
Zugleich aber ſtand in ihm der Vorſatz feſt, ſich vor den Fehlern zu hüten, in welche ein eifriger Kaufmann ſo oft fällt, nämlich— ein merkan⸗
tiliſches Thier zu werden.
Die ſchönſten Gedanken hierüber rief ihm der neue Demokritos warnend zu, wie: Es gibt merkan⸗ tiliſche Seelem, in denen das Einmaleins da ſitzt, wo das Herz ſitzen ſollte,—(Napolevn ſaß an der


