Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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So läßt es ſich denn auch leicht erklären, wie ſich ſchon während der Oper das alte Verhiltniß faſt wieder herſtellte; obgleich von beiden Seiten von keiner eigentlichen Liebe die Rede war und ſein konnte. Zacharias dachte, wie wir wiſſen, ernſtlich daran, Veronika zu heirathen, und hatte bei dem Anerbie⸗ ten: Sophie mitzunehmen, durchaus keine böſen Ne⸗ benabſichten, da er von deren Tugend überzeugt war. Er verſprach ſich nur durch ihre Geſellſchaft eine an⸗ genehmere Reiſe, und ſchmeichelte ſich, daß dieß auch wohl für ſie der Fall werden dürfte.

Als er daher ſeine frühere Geliebte beim Nach⸗ hauſegehen begleitete, ſuchte er dieſelbe durch ſeine ganze Beredſamkeit zu der gemeinſchaftlichen Reiſe zu bewegen. Sophie ſträubte ſich lange und gab erſt nach, als Zacharias ſie verſichert: er werde nie die Schranken der Schicklichkeit aus den Augen verlieren.

Da aber das Mädchen um keinen Preis aus München mit ihm abreiſen wollte, kam man überein: daß Sophie übermorgen in der Frühe mit der Paſ⸗ ſauer Poſt wegfahren, ſich aber heimlich nur einen Platz bis zur erſten Station nehmen ſolle, woſelbſt ſie dann Zacharias erwarten würde. Als dieß ver⸗