fieberhafte Phantaſie verwirrte ihre Geſtalten zu furchtbaren Gruppen. Vald drohte ihm der un⸗ gluͤchliche Geiſterbeſchworer warnend als ein blu⸗. tiges Schreckbild, bald verwandelte ſich ſeine drohende Miene in Kaͤthchens hinſterbendes, tod⸗ tenbleiches Geſicht, und der Stelzfuß ſtand mit hoͤlliſchem Hohngelaͤchter daneben. Vald ſtand er ſebſt zum Probeſchuß fertig vor dem fuͤrſtlichen Kommiſſar, er zielte, ſchoß und— fehlte. Kaͤth⸗ chen ſank in Ohnmacht, der Vater verſtieß ihn, da kam der Stelzfuß und brachte ihm neue Ku⸗ geln— zu ſpaͤt, kein zweiter Schuß war ihm verſtattet. So verſtrich ihm die Nacht. Mit dem frů⸗ heſten Morgen ging er in den Wald und nicht ganz abſichtlos nach der Stelle, wo der Invalid ihm begegnet war. Die friſche, klare Morgenluft hatte die duͤſtern Bilder der Nacht in ihm ver⸗ weht. Thor, ſprach er zu ſich ſelbſt, weil du das Geheimnißvolle nicht begreifſt, muß es darum ein feindliches Geheimniß ſeyn? Und iſt es ſo unnatuͤrlich, was ich ſuche, daß Geiſterhuͤtfe dazu noͤthig waͤr? Der Menſch baͤndigt den maͤchtigen Trieb des Thieres, daß es nach des Herrn Wil⸗ len ſich bewegt, warum ſollt' er nicht durch na⸗ tuͤrliche Kunſt den Lauf des todten Metalls len⸗ ken koͤnnen, das erſt durch ihn Bewegung und
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