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Bäume plotzlich zu koben an. Drohende Wetter⸗
wolken zogen mit tiefem, naͤchtlichen Dunkel uͤber
ſie her. Er eilte, ſie in Sicherheit vor dem fuͤrch⸗
terlichen Ungewitter und den brechenden Bäumen
zu bringen; aber er verfehlte in der Nacht und
voll Angſt wegen ſeiner Geliebten den Weg, und gerieth immer tiefer in den Wald hinein. Seine Angſt wuchs, wie er ſeinen Irrthum bemerkte. Die Prinzeſſin dachte an das Schrecken des Koͤ⸗ nigs und des Hofes; eine unnennbare Aengſtlich⸗ keit fuhr zuweilen, wie ein zerſtorender Strahl, durch ihre Seele, und nur die Stimme ihres Geliebten, der ihr unaufhoͤrlich Troſt zuſprach, gab ihr Muth und Zutrauen zuruͤck und erleich⸗ terte ihre beklommene Bruſt.
Der Sturm wuͤthete fort; alle Bemuͤhungen, den Weg zu finden, waren vergeblich, und ſie prieſen ſich gluͤcklich, vei der Erleuchtung eines⸗ Blitzes eine nahe Höhle an dem ſteilen Abhang eines waldigen Huͤgels zu entdecken, wo ſie eine ſichere Zuflucht gegen die Gefahren des Ungewit⸗ ters zu finden hofften, und eine Ruheſtätte fuͤr ihre erſchöpften Kräfte. Das Glück beguͤnſtigte ihre Wuͤnſche. Die Hohle war trocken und mit
reinlichem Mooſe bewachſen. Der Juͤngling zuͤn⸗ dete ſchnell ein Feuer von Reiſern und Moos an, woran ſie ſich trocknen konnten, und die beiden


