Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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ihm plötzlich der Kanzler es trocken zu wiſſen, Seine Majeſtät habe durchaus nicht die Abſicht, im Laufe des Jahres die Stände des Königreichs Ungarn zu verſammeln; der Krieg gegen die fran⸗ zöſiſche Republik ſei ein hinreichender Grund für das Hinausſchieben des Landtags, da die Aufmerk⸗ ſamkeit der Regierung durch dieſen im vollen Maaße in Anſpruch genommen werde.

Der Erzherzog wollte eben mit Graf Sza⸗ pahy und Oberſt Mertens ausreiten, als die Eſta⸗ fette mit dieſer Depeſche ankam, die Pferde ſtan⸗ den ſchon geſattelt im Hofe; doch als er einen Blick in das Papier geworfen hatte, wurde er blaß und ſchellte.

Der Kammerdiener trat ein.„Ich reite heute nicht aus,“ rief ihm der Erzherzog zu. Der Kam⸗ merdiener ging.

„Nein,“ ſagte der Erzherzog,„das iſt denn doch zu viel. Auf alle meine Remonſtrationen, die ich nach Wien ſandte, in denen ich nachwies, wie wir nur durch die ſtrengſte Geſetzlichkeit und durch zeitgemäße Reformen im Stande ſeien, in Ungarn das Vertrauen zu erhalten, und die ſchla⸗