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Kriegsliſt von ihm: er machte die Patienten erſt ſicher, um dann deſto ärger mit Schelten und Wettern hinterdrein zu fahren.
Die Baronin, obwol ſie ihn hätte beſſer kennen ſollen, ging in die Falle; ſie klagte mit ſchmachtender Stimme über die unaufhörliche Unruhe und Kümmerniß, in der ſie leben müſſe, ſpielte dabei ziemlich deutlich auf ihren Sohn, den Regierungsrath an, und erwähnte endlich auch den wunderlichen Zufall, der ſie in dieſe Nervenaufregung verſetzt hatte.„Sehen Sie da, Medicinalrath“, ſagte ſie,„was Treue der Wei⸗ ber heißt, an die Sie böſer Mann immer nicht glauben wollen, und was ein verblaßtes Stück⸗ chen Leder und eine altmodiſche Stickerei bei einem gefühlvollen Herzen noch nach vierzig Jahren ausrichten können....“
Mit dieſen Worten holte ſie die uns be⸗ kannte Brieftaſche, die ſie neben ſich im Bette verborgen hatte, hervor, und indem ſie dieſelbe


