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des Kammermädchens nicht nur gefallen, ſon⸗ dern ſie ſetzte ſogar hinzu, man möge nicht den jungen Doctor Brunner rufen, ſondern den Medicinalrath, ſeinen Vater. Wir haben ſchon gehört, daß dieſer nur noch wenig Kranken⸗ beſuche machte, am wenigſten bei vornehmen Damen. Allein das Kammermädchen, über dieſe plötzliche Weichmüthigkeit ihrer Herrin er⸗ ſchrocken, wußte die Sache ſo dringend darzu⸗ ſtellen, daß er nachgab und ſich bereiterklärte, bei der Baronin vorzuſprechen.
Wirklich kam er ſchon nach Verlauf einer Stunde. Er fand die Baronin auf dem So⸗ pha, in Betten verpackt, mit verbundenem Kopfe, über heftiges Fieber klagend. Der Me⸗ dicinalrath war ein alter ſeltſamer Herr; war es angeborene natürliche Skepſis oder hatte er während ſeiner vieljährigen Praxis wirklich ſolche zweideutigen Erfahrungen gemacht, genug, wenn
er an das Bett einer vornehmen Dame gerufen
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