wurden hier mit einer Gaſtfreundſchaft aufge⸗ nommen, die mancher armen, aber ehrlichen Witfrau, die ſchon ſeit Jahren vergeblich um Aufnahme in das Stift petitionirte, die Thrä⸗ nen in die Augen trieb. Die wenigen unbe— ſcholtenen Bewohner des Thurms waren über dieſe Genoſſenſchaft natürlich höchſt unzufrieden; beſonders jene alten würdigen Frauen, deren wir ſchon einmal erwähnt haben, mit den ge⸗ ſteiften Ringelhauben und den großen gefüt⸗ terten Taſchen unter dem blauen Kattunrock, ſchrien Zeter und verſicherten, wenn ſie das vor Jahren gewußt hätten, daß ſie hier mit Bettlern und Spitzbuben zuſammen ſein ſollten, nicht mit zehn Pferden hätte man ſie in den* Thurm gekriegt.
Aber Das war es gerade, was die heim⸗ lichen Leiter der Angelegenheit wünſchten; je mehr Denen, welche ein Recht hatten hier zu
ſein, der Aufenthalt verleidet ward, je freiern
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