Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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riſch en Händen über Graf Waldemar, dieſes Kind des Glücks, ausgeſchüttet ward!

Neugierig, den Grafen kennen zu lernen, fing ich an, die zahlreichen Portraits zu ſtudiren, die in den Zimmern der Gräfin hingen und die ihn ſämmtlich in den verſchiedenſten Altern und Umgebungen, als Kind, als Knaben, als angehenden Officier, zu Fuß, zu Pferde, im Kahn, an der Spitze ſeiner Reiter, kurzum in den mannichfachſten Sitnationen darſtellten: wobei ſie immer daſſelbe weiß und rothe, gutmüthige, wenn auch nicht beſonders geiſtvolle Angeſicht zeigten.

Beſonders begierig aber wurde ich, etwas Genaue⸗ res von der ſchönen Iſabella zu vernehmen; ſo fern die glänzende, großartige Natur dieſes wunderſamen Weibes auch meinem bürgerlich beſcheidenen Weſen lag, ſo lebhaft fühlte ich mich doch von ihr angezo⸗ gen, wenn ſchon ich nicht läugnen darf, daß dieſe An⸗ ziehungskraft zugleich mit einer eigenthümlichen Scheu, faſt muß ich ſagen mit einer Art von Grauſen ge⸗ miſcht war.

Auch von Iſabella beſaß die Gräfin ein Bild; Graf Waldemar hatte es ihr zum Geſchenk gemacht. Doch hatte ſie wenigſtens noch ſo viel natürliches Schicklichkeitsgefühl, daß ſie das Bild nicht öffentlich aufſtellte und ſelbſt mir wurde es nur in beſonders