Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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ich jemals die Stirn gehabt hätte, ihn daran zu erinnern: ein Wort o Gott, das brannte auf meinem Gedächtniß wie Feuer, in der Stille der Nacht ſah ich es vor mir in großen feurigen Let⸗ tern, in Lettern, die nie eine Hand geſchrieben, nie ein Auge geſehen, und die ich Unſelige dennoch verſtand Mit glühenden Zangen hätte ich mein Gehirn zerfleiſchen mö⸗ gen, um nur dies eine furchtbare Wort daraus zu entfernen aber vergebens, es blieb und mit ihm blieb mein Kampf, meine Qual, meine Verzweiflung! Ver⸗ lotene Schöne das war das Wort, das ich nicht wieder los werden konnte. Verlorene Schöne? Was war das? Ich wußte es nicht: aber ein ge⸗ heimes Gefühl ſagte mir, daß es etwas ſehr Furcht⸗ bares ſein müſſe....

Verlorene Schöne! Ich hatte geſehen, wie Emil ſelber ſtockte und wie eine brennende Scham⸗ röthe ſein Antlitz übergoß, da er das Wort über die Lippe hatte; Emil, der kecke, wilde Emil, der ſich ſo leicht vor nichts ſchämte und vor dieſem Wort, da es ihm in Neid und Groll entfuhr, hatte er ſich doch geſchämt!

O in der That, es mußte etwas ſehr Furcht⸗ bares ſein.

Und dann noch ein anderes Wort, das ich