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hatte ich nur halb verſtanden: aber wenn ſchon die Hälfte ſo entſetzlich war, was mußte erſt hinter dem unheimlichen Schleier des Ganzen liegen! Ich zitterte, es zu enthüllen— und doch trieb eine frevelhafte Begier mich an, unabläſſig darüber nachzuſinnen und zu ſpintiſiren, was wohl eigentlich dahinter verſteckt ſein könnte und wie viel Wahres überhaupt an Emil's Andeutungen wäre.
Nämlich als ich mir einige Tage ſpäter das Herz faßte, ihn darüber zu Rede zu ſtellen, wollte der muthwillige Burſche nichts mehr davon wiſſen. Es ſei eine bloße Neckerei geweſen, behauptete er, eine bloße ſcherzhafte Vermuthung; weit entfernt, irgend etwas von den Verhältniſſen der Eberſtein'⸗ ſchen Familie oder gar von meiner Mutter, ſeiner ſeligen Tante, zu wiſſen, habe er mit ſeiner leicht⸗ fertigen Aeußerung nur bei mir auf den Buſch klopfen wollen, ob er nicht bei der Gelegenheit durch mich etwas davon erfahren könne.
„Du weißt, liebe Couſine,“ ſagte er, indem er ſein ſchelmiſches Geſicht in möglichſt ernſthafte Fal⸗ ten legte,„daß ich die ſchlechten Witze liebe. Gerßch⸗ ter Himmel, in dieſem Trappiſtenkloſter, in dem wir leben, auf dieſer Galeerenbank des Schreiberdienſtes, an die ich geknechtet bin, woher ſollen Einem auch


