Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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ſenheit meines Oheims ſchnürte mir die Kehle zu; ich wußte ja doch zum Voraus, daß ich keine Ant⸗ wort bekäme. Tante Fränzchen ſchloß eigenhändig die Wagenthür, wobei ſie, geſtützt auf das Außer⸗

ordentliche des Ereigniſſes, ſich die Freiheit nahm,

dem verehrten Herrn Schwager noch einige Rath⸗ ſchläge und Warnungen in Betreff ſeiner koſtbaren Geſundheit zu ertheilen.

Pflicht, Pflicht, murrte Herr Nonnemann in jenem Tone, den wir längſt an ihm kennen:Alles Pflicht! Die Welt iſt nun einmal durch des Teufels Argliſt verkehrt worden von oben bis unten und darum muß auch ein fünfzigjähriger Mann ſeine Nachtruhe und die heilig gehaltene Ordnung ſeines Hauſes einer zwölfjährigen Närrin zum Opfer brin⸗ gen

Damit zogen die Pferde an. Einer zwölfjäh⸗ rigen Närrin? Alſo war wirklich ich die Veranlaſſung dieſer Reiſe? So handelte es ſich um mich bei dieſer ſeltſamen nächtlichen Fahrt? Für mein Leben gern hätte ich das Fenſter aufgeriſſen und hätte den Kutſcher gefragt, wohin wir fuhren. Allein Herrn Nonne⸗ mann, im dicken Reiſerock mit, einem zweiten neben ſich (er litt ſehr an Rhenmatismen und ſchwebte daher in fortwährender Furcht ſich zu erkälten), das war ein