Teil eines Werkes 
3. Theil (1851)
Entstehung
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Das erſte Blut, das bei einem Auflauf fließt, hat bekanntlich eine furchtbare, dämoniſche Gewalt. Konrad war im Dorfe nicht beliebt geweſen; aber wie man ihn ſo dahingeſtreckt ſah im blutbefleckten Hemd und ſah die Zuckun⸗ gen des Sterbenden, ſo ſtieg ein aus Schmerz und Wuth gemiſchtes, Unheil verkündendes Ge⸗ heul in die Lüfte. Mord! Mord! ſchrie es von allen Seiten, die Soldaten haben einen Men⸗ ſchen gemordet!

Die Soldaten, ſelbſt nicht recht wiſſend, was ſie beginnen ſollten, da ſie eigentlich gar keinen Feind vor ſich ſahen, begnügten ſich, den Eingang des Hauſes zu umſtellen. Herr von Lehfeldt, höchſt ungehalten über die Langſam⸗ keit, mit welcher ſeine Befehle ausgeführt wur⸗

den, wollte ſo eben heranreiten, ſich nach der Urſache zu erkundigen, als ein wüſter, gellender Triumphruf ſeine Aufmerkſamkeit nach der an⸗

dern Seite lenkte. Es war der Vagabund, der 19**