Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

450 halb er ihn jetzt auch wohl ſelbſt zur Sprache brachte.

Die Baronin, zufrieden, nur wenigſtens ſo weit gekommen zu ſein, ließ ſich die Spöttereien gern gefallen; verſtärkten ſie ihr doch nur den Reiz dieſes Dulderbewußtſeins, in dem ſie ſich überhaupt ſo wohl gefiel und das ſie für ſo manches Misliche ihrer Ehe hinlänglich ent⸗ ſchädigte.

Unter dieſem Necken und Spotten ließ der Commerzienrath es denn geſchehen, daß aller⸗ hand Einrichtungen für die Warteſchule getrof⸗ fen wurden, als ob dieſelbe wirklich mit Näch⸗ ſtem eröffnet werden ſollte. Daß es mit ſei⸗ ner Einwilligung geſchehe, konnte freilich Nie⸗ mand ſagen. Aber auch das Gegentheil ließ ſich nicht behaupten; es war eben ein Gemiſch von Ernſt und Scherz, eine halb ſpieleriſche Laune, bei welcher die letzte Entſcheidung noch immer vorbehalten blieb.