Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
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geöffnet ließ, auf leiſen Zehen, Treppen und Gänge entlang, hinunter in den Garten. Denn auch dorthin wie viel liebe Erinne⸗ rungen zogen ſie! wie viel kleine ſtille Plätzchen hatte ſie aufzuſuchen, um das Andenken, bald an Jugendfreuden, bald an Jugendleiden zu er⸗ neuen! Morgen ſollte ſie Herrn Wolſton und ſeine Gemahlin ſprechen, wer weiß, trotz aller guten Vorſätze, was morgen begegnete! So wollte ſie dieſe ſtille, heilige Stunde der Däm⸗ merung benutzen, um ungeſtört das Wiederſehen ihres geliebten Gartens zu feiern und gleichſam

ihre Andacht zu verrichten vor den Erinnerungs⸗

malen ihrer Kindheit.

Ihr Weg führte ſie an Julian's Zimmer vor⸗ über. Auch hier ſah ſie, wie der Lichtſchein durch die Spalten der Thüre drang; noch leiſer, noch unhörbarer wurde ihr Schritt; ſie ſank, im Vorübergehen, in die Knie und ſtreckte die

ausgebreiteten Arme gegen die verſchloſſene Thür,