nen, ſo war und iſt der Prediger Waller doch ein viel zu unbedeutender Menſch, als daß er hoffen dürfte, auch Ihnen im Gedächtniß ge⸗ blieben zu ſein.
Herr Waller? erwiederte die junge Dame, in einem Ton, der nur ihre wachſende Ueber⸗ raſchung verrieth; ob dieſelbe eine unangenehme oder angenehme, ja ob es ihr am Ende wol gar lieb ſei, dies erſte Zuſammentreffen ſtatt mit ihren Aeltern ſelbſt, nur mit dem an⸗ erkannten Freund und Vertrauten derſelben zu haben, war ihr noch nicht anzumerken, ſelbſt nicht für das ſcharfe Ohr des Predigers. In der That jedoch war das Letztere der Fall: trotz aller löblichen Vorſätze, die ſie gefaßt, und ohne daß ſie es ſich ſelbſt eingeſtehen mochte, hatte ſie dennoch eine große Scheu vor dem erſten Wie⸗ derſehen ihres Vaters— und eine vielleicht noch größere vor dem Zuſammentreffen mit ihrer Stiefmutter; es war ihrem Herzen eine or⸗


