Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
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zuſammenſchnürten: das Bild ihres Bruders. Dieſes war der eigentliche Stern der Heimkehr, der ſie bis hierher geleitet hatte; aus ihm floß ihr auch jetzt Troſt und Frieden in das ſtürmiſch bewegte Herz. Was galt ihr ihr eigenes Schick⸗ ſal? oder wenn es ihr etwas galt, war es nicht deshalb blos, weil ſie daſſelbe aufs In⸗ nigſte verbunden wußte mit dem Schickſal

ihres Bruders? weil ſie wußte, daß es keine Freude gab für Julian, wo ſie traurig, keinen Genuß für ihn, wo ſie in Entbehrungen wäre? Es war ihr wohl bekannt, in welcher unſeligen Lage ihr Bruder ſich befand, und wie ſein jun⸗ ges Leben, gleich einer Pflanze, die in fremdem Erdreich ſteht, fern von der Luft und der

Sonne ihrer Heimat, verſchmachtete in der kal⸗ ten, herzloſen Umgebung des väterlichen Hauſes. Seine Briefe freilich hatten es ihr nicht melden dürfen, mit keinem Wort, keiner Silbe ſie gingen ja allemal erſt durch die Hand ihres Va⸗