heiliges Anſehn, ſich niederſetzen unter meinem Dach und darf durch ſeine Drohungen den Schlaf ſcheuchen von den müden Wimpern mei⸗ ner Schweſter? Wenn Ihr ein Zugthier habt und es iſt von Kräften und fällt hin am Wege und ſtirbt, wer von Euch würde es nicht in Ruhe ſterben laſſen? Was?! und ich bin ein Menſch und ſoll nicht verenden dürfen in Ruhe?!
Die Rede des Meiſters und zwar am Aller⸗ meiſten vielleicht, ganz abgeſehen von ihrem Inhalt, das ungewohnte, der Mehrzahl unver⸗ ſtändliche Pathos, mit dem er ſie vortrug, fing an Mitleid zu erregen unter den Umſtehenden.
Er hat Recht, ſagte der lange Karrenſchie⸗ ber, es iſt ein Greuel, wenn man's bedenkt, wie es zugeht in der Welt; wenn da nicht bald auf Aenderung gedacht wird, müſſen wir ſelbſt ein Einſehn nehmen.
Ein Narr iſt er geweſen, ſchluchzte die dicke Wirthin, ſein Lebelang und ich habe den dum⸗
Das Engelchen. I. 17


