wieder gut zu machen und damit an einem Flecke wenigſtens die bejammernswerthe Un⸗ gleichheit des Glückes, die neidiſche Ungerechtig⸗ keit der Geſellſchaft, ſoweit in meinen Kräften ſteht, auszugleichen. Alſo frei heraus mit der Sprache, ein Vertrauen iſt des andern werth: wer ſind Sie, mein Freund, und welche wun⸗ derbaren, welche unerhörten Schickſale haben Sie in dieſe Ihrer ſo unwürdige Lage verſetzt?
Dieſe Worte, trotz der ſonderbaren Situa⸗ tion, in welcher ſie, von einem ſtädtiſchen Herrn zu einem zerlumpten, halb wahnwitzigen Bettler geſprochen wurden, kamen nichtsdeſto⸗ weniger mit ſo viel ungezwungenem Anſtand, ſo viel natürlicher Herzlichkeit heraus, daß es unmöglich war, ihnen zu widerſtehen. Auch der Bettler, der ſich endlich geſättigt fühlte, und dem überdies, ſeltſam genug, der ſtarke und feurige Wein, den er in ziemlich reichlichem Maße genoſſen, das Blut, ſtatt es aufzuregen,


