Teil eines Werkes 
1. Theil (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Stamm gelehnt, die Füße faſt über dem Ab⸗ grund ſchwebend, lag ein Mann und ſchlief. Es war eine ſtolze, kräftige Geſtalt, dem An⸗ ſchein nach im Anfang der Vierziger; das Haupt, von ſtruppigen, ſchwarzen Locken wild umwallt, war unbedeckt und ließ die ſcharf ausgeprägten Züge eines urſprünglich edeln, aber von Leiden⸗ ſchaft durchfurchten, ja zerriſſenen Antlitzes frei erkennen. Der Anzug, aus gröbſtem Stoffe, hing in Fetzen; die Füße waren nackt. Um die Schultern trug er einen Zwerchſack, wie Fuß⸗ boten und Bettelleute ihn zu tragen pflegen. Ein mächtiger Knotenſtock war ſeiner müden Hand entglitten; er lag neben ihm, wie ein ab⸗ gegürtetes Schwert.

Die Sonne brannte dem Manne grade ins Antlitz, ſeine Wangen waren geröthet, der Schweiß, in dicken Tropfen, perlte von ſeiner Stirn er fühlte es nicht. Neugierig, ver⸗

wundert, krochen Ameiſen und kleine Käfer, die