Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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aber in Begleitung des heil. Wenzeslai, der ganzen Prager Prieſterſchaft und großer Menge chriſtgläubi⸗ gen Volkes mit Andacht und Ehrerbietigkeit in das Schloß zu St. Georgi getragen, und zur männiglich⸗ ſten Veneration ausgeſtellet worden, alwo ſolcher bis auf die heutige Stund veneriret wird. Laut eben gemeldter böhmiſcher Chronik Fol. 85 und St. Wenzes⸗ lai Lebensbeſchreibungs Extract bei dieſer St. Ma⸗ thaikirche der wunderſeltſambe Zufall mit der gottlo⸗ ſen Heidinn, St. Wenzeslai tiranniſcher Mutter Dra⸗ homira, ſich zugetragen, daß namblich ſolche, als ſelbe gegen Saaz reiſend im Vorhaben wider die chriſtgläu⸗ bige einig verrätheriſches Beginnen allda zu vollzie⸗ hen, vor dieſer Kirche St. Mathai fahrend kommen, und ſich getroffen, daß in ſolcher der Prieſter juſt zur Elevation des Hochwürdigen Sakramentes ſich ſchickete, dahero das Glöcklein gelitten(geläutet) wurde; der Heidinn chriſtgläubiger Kutſcher ſolches wahrnehmende, von dero Pferden ab⸗ und in die Kirchen geſprungen, alda das hochwürdige Gut verehret und angebethet, die Haidin aber hierumden erbärmlicher Maßen Gott ge⸗ läſtert und degeſtalten geflucht, daß man darvon den Schall in die Kirchen hörete; bei Zurückkehrung des Kutſchers aus der Kirchen die verdammte Heidinn aus gerechter Rach Gottes in die Erden ſambt Roſſen und