Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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frommen Mann ins Haus gebracht, der ihm wieder von Leipzig aus empfohlen war. Er nennt ſich Ma⸗ giſter Evariſtus Trifolio, iſt ein Italiener von Geburt, von ſeiner Kindheit an aber in Norddeutſchland erzo⸗ gen, ein Muſter von Gelehrſamkeit und Frömmigkeit. Er verſäumt keine Betſtunde, weiß alle Bibelſtellen auswendig, das ſanfte Roth der Tugend und Enthalt⸗ ſamkeit ſchmückt ſeine Wange, und ſeit der Edle in un⸗ ſerem Hauſe waltet, ſcheint es, als ob ein Geiſt beſon⸗ derer Frömmigkeit in dasſelbe eingezogen wäre. Den Mann, Herr Primator, möchte ich durch eine feſte Stellung in unſerer Stadt binden, und da er mir, wie

verſuchen Da er den kraftloſen Statthalter Slawata nicht

fortbringen konnte, ſo vertröſtete er ihn mit Herbeiſchaffung

ſchneller Hülfe und nahm von demſelben einen rührenden Abſchied. Er kletterte mit angeſtrengter Kraft eiligſt den Graben hinauf, erſtieg den Wall und blickte ſchüchtern nach einem ſichern Ausgang umher, als er den vormals in Smecna angeſtellten Kreisdechant, nun Domherrn an der St. Veits⸗ kirche, Johann Etibor Kotwa, traf. Dieſer Geiſtliche war ehedem der Gewiſſensrath des Grafen Martinie und deſſen vertrauter Freund. Er hatte kaum von dem Unglück ge⸗ hört, das ihn betroffen, als er ſogleich herbeieilte, um ihm geiſtlichen Troſt zuzuſprechen und womöglich der Todesgefahr zu entreißen. Burch ſein thätiges Beſtreben wurden die Diener beider verunglückten Herren zu einem wirkfamen Bei⸗ ſtande herbeigerufen.