23
ſein Hammerwerk und ſeine Mühle eine Stiftung der Roſenberge waren.
Der Port in der Stift galt für einen der reich⸗ ſten Männer der Gegend, und von ihm erzählt die Volksſage jener Gegenden noch jetzt eine gar traurige Begebenheit, deren Inhalt wohl in den Akten der peinlichen Gerichte jener Zeit auf die Nachwelt überliefert wurde, daher leider den Stempel der Wahrheit an ſich trägt.
Es war im Oktober jenes Jahres, in welchem der Uſurpator aus der Pfalz ſich die böhmiſche Krone auf das Haupt drückte— des Jahres 1619 — als der Port in der Stift an einem Abende von ſeiner Hausfrau Abſchied nehmend, auf dem engen Waldpfade ins Kloſter Hohenfurth hinabſtieg, um dort ſeine Geldkatze mit den Silbergroſchen zu füllen, die er für ſein dem Stifte geliefertes Mehl einzukaſſiren hatte.
Ihn begrüßte bei ſeinem Abſchiede der Kuß ſei⸗ nes treuen Weibes, ihn begrüßte der Handſchlag ſeines Bruders, ihn brauſte grüßend der Waſſer⸗ ſturz ſeiner Mühle, der gewaltige Schlag ſeines Hammers, die Klingel ſeiner Mühle, und das Li⸗ ſpeln der Blätter des uralten Eichbaumes vor ſeinem Hofe, ihm ſchlich bis an die Grenze ſeiner Hofmark


