Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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hatten, faſt der ſämmtliche Senat der Stadt um⸗ ringte ihn, und hin und wieder flog ihm ein ſarkaſti⸗ ſches Lächeln entgegen, denn wohl die Knechte, nicht aber die Mägde des Hauſes hatten geſchwiegen, und die Mähre von der nächtlichen Geſpenſterei vor dem Prunnerſſchen Hauſe durchlief bereits das Weichbild der Stadt.

Der Primator aber in ſeinem Geſchäftseifer achtete nicht auf dieſe Blicke, ſondern befahl ſeinen Knechten die Glocke der inneren Reinigung wegen ganz auf die Seite zu legen.

Inzwiſchen kam der Küſter mit dem Weihbrunn angeſtiegen, um nach damaliger Gepflogenheit durch einige vorläufige Beſprengungen mit dem geweihten Waſſer, dem Böſen die Macht über dieſe Glocke zu benehmen. Aber kaum hatte der Mann das Wort gemurmelt:„Geh' aus, böſer Geiſt!“ als aus der Höhlung der Glocke, zum allgemeinen Schrecken der Umſtehenden, ein vernehmliches„Nein!“ ertönte.

Wie vom Blitzſtrahl getroffen, rannte die Menge auseinander, der Küſter aber, ein Mann ohne Vor⸗ urtheil, rief den Knechten zu:„Umlegen.“

Die Seile ſpannten ſich, die Glocke ſank zur Seite und unter ihrer Höhlung am Unterlagsſtroh,

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