Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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zuſenkte, wo die Niederfahrenden unter einem Ge⸗ häuſe von Muſcheln, Schallthieren, Korallenmaſſen und Seetang, die Meſſingläufe zweier Kanonen des vor acht Jahren hier geſtrandeten Bootes vom Kriegs⸗ ſchiffe„Erich“ deutlich wahrnehmen konnten.

Der Holländer, welcher bei dem halsbrecheri⸗ ſchen Verſuche mit der Taucherglocke nicht Zeit hatte, mit dem Knaben wegen ſeines unbefugten Eindrän⸗ gens in die Glocke zu unterhandeln, trat auf den ſandigen Boden hinab, und wollte gerade das aus dem Conglomerate von Muſcheln, Sand, Schilf und Seethieren hervorragende Metallwappen des hier verſunkenen Zehnpfünders betrachten, als er eben noch Zeit gewann, den durch die ſich in der Glocke verdichtende Luft bereits ohnmächtig gewordenen, von dem Holzgeſtelle der Wölbung herabſinkenden Knaben in ſeinen Armen aufzufangen, und mit der andern Hand, ſo ſchnell er konnte, mit einem durch den Bleirahmen des Glasfenſters faſt hermetiſch einge⸗ fügten Lederſeile das Zeichen zu geben, daß die Glocke aufgezogen würde; denn nicht blos die wirk⸗ lich humane Sorge um den vorwitzigen Knaben, ſondern auch der heftige Andrang des Gewäſſers gegen die zu ſchwach berechneten Glastafeln, deren Einbrechen ihn mit jeder Secunde dem Tode des

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