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blauer Dragoner Obriſtwachtmeiſter Georg Derff⸗ linger, der am Abende vor der Schlacht in Lützen angelangt war, und von der andern Seite der König herbei.
Guſtav Adolph ſprang vom Pferde und riß einem Pikenier die Partiſane aus der Hand.„Soldaten, wo iſt Euer Löwenmuth,“ rief er„Ihr, die Ihr Flüſſe überſchritten und Mauern erſtiegen habt, Ihr laßt Euch durch einen elenden Graben aufhalten?“— von Ku⸗ geln umſauſt ſchritt er voran, Derfflinger mit ſeinen Dragonern hinter ihm. Jetzt ſtürzte ſich die dritte Brigade, das blaue Regiment des Oberſten Winkel auf den Graben, warf die kaiſerlichen Musketiere, nahm die Batterien und drang unaufhaltſam vor⸗ wärts; zwei andere Brigaden, die gelbe und die ſchwediſche folgten raſch, bald war die Linie der Kai⸗ ſerlichen an dieſem Punkte geſprengt.
Der König hielt jetzt auf einem Hügel abſeits von der Schlachtlinie an und ſtützte ſich auf ſeinen Degen. Derfflinger trat ſich verbeugend herzu, und bot dem Ermüdeten ſein Pferd.
„Sieh da,“ ſagte der König lächelnd,„Obriſt⸗ wachtmeiſter Derfflinger, freut mich, Euch mitten im Kugelregen zu begegnen, da iſt unſer rechtes Element; nun rapportirt mir mit zwei Worten, wie iſt Eure


