Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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um einen billigen Pakt mit dem Kaiſer und meinen Landsleuten zu erzielen— aber den Degen, den ich im Heere des Churfürſten und Eurer Majeſtät bisher mit Ehre trug, den kann ich wohl gegen die Feinde der evangeliſchen Lehre im offenen Felde, nicht aber in den Reihen fanatiſcher Bauern gegen ihren Lan⸗ desherrn führen!“

„Das ſoll Er auch nicht,“ entgegnete Guſtav Adolph;„ich will vor der Hand wiſſen, was ich von den Oberöſterreichern, die mir da ihren Bund an⸗ tragen, zu halten habe. Er geht morgen mit den Oeſterreichern nach ihrem Lager ab, ſieht, hört und berichtet mir, was von Nöthen, und ſo Er Seiner Sendung gewachſen iſt, will ich Ihms in Gnaden gedenken.“

„Noch Eins,“ rief der König, als Derfflinger ſich zum Abgehen wandte.„In meinem Generalſtabe haben die kaiſerlichen Kugeln viel Breſche geſchoſſen. Er hat ſeine Eignung zum Commando ſchon trefflich im Feuer bewährt, und mag das Oberſtwachtmeiſter⸗ Patent auf den Weg mitnehmen; werde es Ihm durch meinen Feldſchreiber noch heute zuſtellen laſſen.“

Derfflinger ſtand ſprachlos—„Mein Herr! mein König!“ rief er endlich,„die Huld—“

„Alſo Gott befohlen!“ fuhr Guſtav fort, mit 1856. XVII. Ein d. Schneiderlein. I. 15