Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

m

2

und hinter ihm raſſelte das gewaltige Fallgitter des Stadthores von Debrezin zur Erde.

Helena lag bereits auf dem weichen Teppiche in ihrem väterlichen Hauſe, umgeben von ihrem Vater und dem wonnetrunkenen Joſſu deſſen Jugendkraft ihm jede andere Labung nach dem fürchterlichen Laufe entbehrlich machte, als jene, die er im ſeligen Blicke ſeines Lebens⸗ engels fand.

Gottes Hand hatte ſichtbar über dem Hauſe des

Stadtrichters gewaltet, ſeine Hand aber ruhte ſegnend auf Joſſu's und Helenens Häuptern, ſein Mund lispelte die ſchönen Worte.Nach Stürmen Ruhe! und die hei⸗ lige Stille im Gemache wurde nur durch ein fernes Po⸗ chen und Hämmern unterbrochen.

Da trat aber ein Stadtgeſchworner mit bleichem Antlitze in das Gemach und rief den Stadtrichter in die 3 Vorhalle.

Der ſchwarze Mann ſteht vor den Thoren, mit ſeiner Rotte, berichtete der bleiche Bote;der Bürger

31 ſind nur wenige ſtreitbar, die meiſten außer der Stadt,

wir ſind verloren, wenn es der Rotte gelingt, das Fall⸗

gitter zu erbrechen.

Beſtürzt rannte der Stadtrichter über die Stein⸗

treppe zum Stadtthore herab, wohin bereits der größte Theil der Bürger zugeeilt war.