Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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die jetzt von dem Studentenkorps Plachh dargebracht wurden.

„Armer Johannes!“ rief Plachh, auf den blei⸗ chen Sänger zuſchreitend.„An Dich dachte ich un⸗ abläſſig; nun laß uns mit Chriſtophorus in die trau⸗ liche Stube meiner Wohnung eilen, und dort beten, mein treuer guter Johannes, zu Gott dem Allbarm⸗ herzigen, der ſicher ein Wunder thun muß, wenn mein heißes Gebet für Dich, Du ſchuldlos Leiden⸗ der, in ſeinem himmliſchen Rathe etwas zählt!“

„Profeſſor Plachh feiert heute ſeinen Palmſonn⸗ tag,“ ſagte Johannes ſchmerzlich lächelnd,„darum wollte auch Johannes dem geliebten Meiſter einige Palmen ſtreuen, da dieſer in die Stadt, die ihn. feiert, einziehen wird.“

„Meinen Palmſonntag nennſt Du dieſen Feſttag,“ entgegnete Plachh ſanft lächelnd—„O Johannes! — weißt Du denn nicht, daß auf den Palmſonntag gar bald der Charfreitag kommt— wo ſie den, dem ſie kurz vorher Hoſianna riefen, ans Kreuz geſchlagen, und mit Wunden bedeckt haben!“—

„Gott wahre dieſes edle Haupt meines Herrn und Meiſters vor jeder Wunde,“ rief Johannes be⸗ geiſtert,„o, wo ſollte Johannes ſein Haupt hinlegen,