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Geiſter und Dämonen— gut- und bösartige— glück⸗ oder unglückbringende— ſehr verbreitet. Selbſt nachdem bereits das Licht des Chriſtenthums über den deutſchen Gauen ſtrahlte, lebte noch lange der Volksglaube an Zwerge und Kobolde oder ſogenannte Wichte oder Wichtel, alſo benannt von ihrer kleinen Geſtalt. Man nannte weiße und ſchwarze, gute und böſe, männliche und weibliche; meiſt waren ſie ſchlau, verſchmitzt und trügeriſch; ſie erreichten ein hohes Alter, lebten in Höhlen, Bergen, Wäldern, wo ſie oft ein geordnetes Volk mit einem Könige bildeten.
Waren es doch ſo manche unheimliche oder naturſeltene Orte, welche mit ihren Erſcheinungen dieſen Glauben nähren mußten.
Gleicht doch die Tropfſteinhöhle in Adelsberg in Krain mit ihren Naturgebilden von Bäumen, Blumen, Säulen und ſonſtigen Tropfgebilden wahrlich einem unterirdiſchen Zauberreiche, worin das ſtille, unun⸗ terbrochene Herabfallen der Tropfen einer geiſter⸗ haften Muſik ähnlich iſt, die den Beſchauer dieſes erhabenen Meiſterſtückes der Natur mit heimlichem Schauer erfüllt.— Auch die Zwerge ſpielten im Volksgeſpenſterglauben eine große Rolle.„Der daum⸗ lange Hans“ jebt als winziger Geiſt noch jetzt in den deutſchen Volksmärchen und ,der Hanſel⸗Sonn⸗


