4²0
Andrer! O du lieber himmliſcher Va⸗ ter! Wie funkein deine Weihnachtsker⸗ zen da droben! Was haſt du mit mir vor gehabt!“
Ein neuer Thraͤnenſtrom ſchoß ihm uͤber das Geſicht.„Recht ſo, Send⸗ ler!“ ſprach er zu ſich ſelbſt.„ Weine dich aus, oder es geht nimmer gut mit dir! Ach Dorchen, Dorchen! du gluͤck⸗ ſeliges Weib! Ach, Helbert, du treue, theilnehmende Seele!— O ihr laͤ⸗ chelnden Engel des Himmels! Blickt hernieder und betrachtet mein Chriſt⸗
Es war ihm unmoͤglich, in dieſem Zuſtande ſogleich nach Hauſe zuruͤck zu tehren! Er mußte die Gaſſe erſt einige Mal auf und nieder laufen, um vor der draͤngenden, wogenden Gewalt der Empfindungen, die ihm das Herz zu uͤberſtroͤmen, die Adern zu zerſprengen, drohte, Luft zu gewinnen.
In haſtvoller Ungeduld und Erwar⸗ tung flog Dorchen, als er endlich mit verweinten Augen in das Dachſtuͤbchen
——


