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Freundlichkeit und Güte, als habe ſie mein Er⸗ ſcheinen für eine glückliche Vorbedeutung zu hal⸗ ten, daß nun auch die ſehnlichſt erwünſchte An⸗ kunft ihres Bruders erfolgen und nicht gar fern mehr ſein werde. Nicht wie einen Fremdling ſon⸗ dern wie einen alten Freund und Bekannten, den nach langer Abweſenheit die Lebensverhältniſſe wie⸗ der in ihre Nähe zurückgeführt, behandelt ſie mich und der gegen mich angenommene Ton hat ſeit dem Augenblick, da ich ihres Umganges theilhaft geworden, bereits einen Grad wohlwollender Zu⸗ traulichkeit gewonnen, der mit ſinnbeſtrickender Gewalt mich um ſo mehr in Verwirrung ſetzt, je weniger ich ihn, im qualvollen Bewußtſein meiner Unwürdigkeit zu erwiedern vermögend bin!
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Ein Wunder muß ſich in's Mittel ſchlagen, wenn dieſer neue Zwieſpalt in der Bruſt, dieſes wilde Ringen mit mir ſelbſt, dieſes ungewiſſe Schwanken zwiſchen Schmerz und Wonne mich nicht völlig zu Grunde richten ſollen! Was neh⸗ me ich aber, ſiatt das einfache Wort auszuſpre⸗


