Eilfertige.„Ich ſetze dir den Kräuterthee vor das Vett; verſaume nur nicht, recht fleißig davon zu trinken. Wie ſchwer wird es mir, dich ſo ganz allein zu laſſen! Aber was bleibt uns anders ubrig? Wenn doch nur der Bruder ſich bald einfände, um dir Geſellſchaft zu leiſten! Ich muß fort. Halte dich techt brav, lieber Ulrich, hoͤrſt du?“
Mit ſchmerzlicher Innigkeit druͤckte ſie ihm zum Abſchiede die Hand und entfernte ſich, um ihr geheimes, von Furcht und Verzweiflung erzeugtes Vorhaben ungeſäumt ins Werk zu richten. Vor der Thuͤr angelangt, wandte ſie ſich nach einem zur Hütte gehörigen Holzſchup⸗ pen, holte in vorſichtiger Stille die Schieb⸗ karre hervor und ſchlug ſo raſch und aͤmſig, als es der Drang der Umſtände erheiſchte, ihre Richtung nach der Gegend des Städtchens ein. Schaurig heulte der Sturm in den alten Ulmen und Puchen, von dickem finſterm Ge⸗ wölt war der Himmel umzogen, und nur mit Mäüpe ließ ſich die Spur des Weges, der uͤber Waldhöhen und Prachfelder ſich einſam dahin⸗


