iſt es aber durch die uͤbermäßige Anſtrengung ſo weit mit ihm gekommen, daß er am Fieber krank liegt. Unmöglich kann es euch alſo mit der eben ausgeſprochenen graͤßlichen Zu⸗
muthung ein völliger Ernſt ſein!“
„Ihr ſollt euch augenblicklich näher davon uͤberzeugen!“ entgegnete Reibold, indem er das Schreiben auf das Bett warf und wieder zur Thur hinauswollte.„Thut jetzt, was euch be⸗ liebt! Der Auftrag des Barons iſt ausgerich, tet, und ihr ſeid hiermit fuͤr alles Weitere verantwortlich gemacht!“
Mit raſcher Entſchloſſenheit vertrat ihm Marie den Weg.„Ihr dürft nicht von der Stelle, bis ihr euch eines Beſſern beſonnen und den Brief wieder zu euch geſteckt habt!“ rief ſie aus.„Verharrt nicht mit ſo un⸗ menſchlichem Trotz auf eurem Anſinnen, ſon⸗
dern gebt der Wahrheit die Ehre und berich⸗
tet eurem Herrn, in welchem traurigen Zu⸗
ſtande ihr meinen Mann gefunden. Er kann und wird auf eure Vorſtellung nicht ſo ge⸗ fuͤhllos ſein, das Unmögliche von uns zu ver⸗ II. Bd⸗. 2


