dem traurig dahin wandelnden Abel nach⸗ keucht, wollen wir dem Leſer deutlich ma⸗ chen, was eigentlich den Herrn Vicar be⸗ wogen hatte, ſeine Geſinnungen in Betreff des Juͤnglings ſo ſchnell zu aͤndern.
Der Ober⸗Pfarrer des Kirchſpiels war, wie der vorher angefuͤhrte Monolog von Abels Vetter ſchon erwaͤhnte, alt, kraͤnklich und verſprach bei ſeiner Lebensart, bald von dannen zu ſcheiden. Rach der ſchoͤnen Stelle deſſelben hatte es dem Vicar laͤngſt geluͤſtet; ſie zu erhalten bedurfte es aber der beſondern Protection und Gewogenheit des Erzbiſchofs. Wie konnte die nun beſſer erreicht werden als durch Verdienſte um die Kirche, und welches Verdienſt iſt groͤßer, als das, einen Ketzer in den Schvoß der⸗ ſelben zuruͤckzufuͤhren? Gelang dies, und warum ſollte es nicht bei einem armen, verlaſſenen Juͤngling ohne Welt, Feſtigkeit
und Erfahrung gelingen? und wurde es


