Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

110

Generale von Kleiſt, und ſandte den Juͤrſten von Hatzfeld nach Paris(12. Januar 1813).

Als aber die beinahe völlige Aufloͤſung des gro⸗ ßen franzoſiſchen Heeres, bei dem Ruͤckzuge der Ueber⸗ reſte deſſelben durch die preußiſchen Provinzen, die allgemeine Aufmerkſamkeit ſpannte, und uͤberall in den Gauen Teutſchlands das Verlangen ſich ankuͤn⸗ digte, von dem laſtenden Drucke des Auslandes ſich zu befreien, und zu einem ſelbſtſtändigen, volks⸗ thuͤmlichen Daſeyn zu gelangen; da ſtand auch Fried⸗ rich Wilhelm nicht an, das Aeußerſte an das Hoͤchſte zu ſetzen, und die ganze phyſiſche und geiſtige Kraft ſeines Volkes aufzubieten, um das Joch des auslaͤn⸗ diſchen Treibers abzuſchuͤtteln und die Monarchie auf ihren vorigen politiſchen Hohepunct im Staaten⸗ ſyſteme Europa's zuräck zu bringen. Nachdem die⸗ ſer Entſchluß mit Feſtigkeit ergriffen, und öffentlich erklaͤrt worden war, die gefahrvolle Lage des Vater⸗ landes erfordere große Maasregeln zu deſſen Verthei⸗ digung und zur Bewahrung ſeiner Selbſtſtaͤndigkeit, ging der Koͤnig(23. Januar) von Potsdam nach Breslau. Sogleich am 3. Februar wurden Frei⸗ willige zum Dienſte der Waffen aufgerufen, und darauf(9. Februar) die beſtandenen Ausnahmen von der Cantonpflichtigkeit für die Dauer dieſes Krie⸗ ges aufgehoben. Durch alle Provinzen Preußens ertönte das inhaltsſchwere Wort:„das Vaterland iſt in Gefahr,“ und die Soͤhne des Vaterlandes begriffen ſeinen Inhalt und ſeine Deutung, und ſtrömten nach Schleſien zu den Fahnen.—

Ein feſtes Anſchließen an Rußland, deſſen Hee⸗ resmaſſen durch Polen und Preußen nach Sachſen